21.09.2005: APV im Zoo Zürich: ein löwenstarkes Erlebnis

von H. Wyss / Baloo
Von Löwen, Wölfen, Besuchern - und wer wen wann riechen kann.

Die Pfadibewegung im Allgemeinen - und natürlich der flamberg im Besonderen - hat ja bekanntlich eine enge Beziehung zu den Bemühungen des Zoo Zürich, seinen Schützlingen weitläufige und artgerechte Habitate einzurichten. Vom Nebelparder über den kleinen Panda, den Schneeleoparden bis hin zum Nasenbär ist der Zement der liebevoll modellierten Kunstfelsen immer auch mit ein wenig Flambergerschweiss - geerntet anlässlich des Zoofäschts - angerührt. Umso grösser ist deshalb das Interesse der rund 40 APVer und Gäste, die an diesem kühlen Septemberabend die Baustelle der neuen Löwenanlage besichtigen dürfen.

Und interessant ist es tatsächlich: es ist zu hören von unterirdischen Gängen, durch welche das Wolfsrudel auf einen gutnachbarschaftlichen Besuch zu Herr und Frau Löwe kommen kann - natürlich wie so häufig bei Nachbarn nur dann, wenn keine Gefahr besteht, dass man sich tatsächlich begegnen könnte - und dass dies das Leben beider Gruppen um eine Duftspur bereichert. Es wird erzählt von Gitter- und Wandhöhen und der erstaunlichen Sprungkraft des Königs der Tiere, und weshalb ihn der Zuschauer trotzdem aus sicherer Position bestaunen kann. Der provisorische Löwenkäfig bietet eine Art Rückblick auf ältere Standards der Tierhaltung - Rilke lässt grüssen - und die Tiger- und Bärengehege lassen einen erahnen, welcher Luxus den Löwen nach dem Umzug ins neue Heim erwartet.

Nachtrag: rund zwei Jahre später, der Zügelstress ist unterdessen wohl verkraftet, erfahre ich mit eigenen Ohren, dass sich zumindest das Löwenmännchen gut eingelebt hat; wer so lustvoll Brüllt, der fühlt sich offenhörlich pudelwohl.
Img_1462_thumb
Img_1449_thumb
Img_1452_thumb
Img_1453_thumb
Img_1454_thumb
Img_1458_thumb
Img_1460_thumb