16.11.2016: Kaminfeuergespräch mit Hans Ruedi Fritsch / Nase

von T. Rühl / Graphit
Jeder Flamberger kennt Hans Ruedi Fritsch / Nase. Was für eine Person sich hinter Flambergpulli, Pfadigurt und "Räubergeschichten" versteckt, wollten über 30 APVer am bereits 5. Kaminfeuergespräch rausfinden. Darum haben wir Nase auf den heissen Stuhl in der Kantorei gesetzt und mit Fragen zu seinem Leben, das sich wie ein sehr langes Pfadilager anhört, gelöchert. Als frischgebackener Flamberger hat er sich das Nasenbein gebrochen und ist so zu seinem Namen gekommen, was ihn am Anfang nicht so begeistert hat. Mit verrückten Abenteuern hat er sich dann aber flambergweit bekannt gemacht. So organisierte er ein Skilager im Rotondogebiet. Da die Kosten für das SBB-Kollektiv das Budget gesprengt hätten, sind die 3.-Zugs-Rover mit dem Velo vom Zürichberg nach Hospental (1452 M.ü.M.) gefahren, die Ski und das Material auf dem Gepäckträger.

Bereits in der Primarschule packte ihn dann die Faszination für den hohen Norden und er träumte davon, dorthin zu reisen. Im Café Select am Limmatquai plante er mit zwei anderen Flambergern eine Norwegen-Reise. Die Serviererin war eine Pfadeuse und obendrein aus Oslo – und schon war der Plan bereit. Als "Mädchen für alles" unterstützte der polarbegeisterte Nase eine Forschungs- und Vermessungsexpedition auf die Bäreninsel auf halbem Weg zwischen Spitzbergen und Tromsø. Auf Nase's Globus kam dann auch gut raus, wie weit nördlich seine Reisen gingen. Er hat Socken geflickt, Vermessungsgeräte aufgestellt, Zelte instand gehalten, Berggipfel erklommen und fühlte sich auch sonst "wie im Pfadilager". Von der Bäreninsel hat uns Nase einen Eisbärschädel, einen sehr spezifischen Seehund-Knochen und Super-8-Filme von der Expedition mitgebracht.

Um seinen zweiten Traum – den vom Fliegen – zu finanzieren, musste er das eine oder andere Mal die Regeln biegen, etwa Schnaps schmuggeln. Schliesslich wurde er Berufspilot und hat am Steuerknüppel brenzlige Situationen mit "Gschpüür", Erfahrung und einem vielbeschäftigten Schutzengel gemeistert. So musste Nase auch das eine oder andere Mal als Passagier das Kommando übernehmen, konnte den Absturz verhindern und hat den Flieger immer sicher gelandet. In seinem Yachthäfeli bei Oslo, wo Nase auf dem Segelschiff wohnt, startete er angesichts der Unfähigkeit des Hafenmeisters eine Meuterei. Seither ist er vom Piraten zum Hafenmeister-Assistenten aufgestiegen und für die grossen Projekte, wie das jährliche Auswassern der 170 Schiffe, verantwortlich. Zu reden gab dann auch noch der skandinavische Anatomieunterricht am Bido-Skitag…

Ein Kaminfeuergespräch reicht bei weitem nicht, um alle Abenteuer aus Nase's Leben zu erzählen. Darum sind wir dann auch zum Apéro riche übergegangen und haben einmal mehr im geselligen Rahmen die APV-Kameradschaft gepflegt.
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